Wissenschaftliche Studie über die Verbesserung von Rückenschmerz im unteren Rücken dank myofaszialer Therapie in Verbindung mit Triggerpunkttherapie und Tiefenatmungstraining.
Dr. biol. hum. Robert Schleip , Institut für Angewandte Physiologie der Universität Ulm und Direktor des Fascia Research Projekts sowie Prof. Dr. med. Niels Birbaumer, Schmerzforscher, Institut für Medizinische Psychologie des Universtitätsklinikums Tübingen, schreiben dazu:
„Die Studie von Vagedes, Gordon, et al. stellt einen wichtigen Meilenstein in der klinischen Forschung zum Thema Rückenschmerz dar. Es handelt sich international um die erste randomisierte klinische Kontrollstudie über die Wirksamkeit einer auf die Faszien ausgerichteten manuellen Behandlungsmethode. Durchgeführt an insgesamt über 100 Patienten über einen zeitraum von 5 Wochen zeigte sich hier eine gegenüber der üblichen Krankengymnastik signifikant höhere Wirksamkeit der myofaszialen Behandlung hinsichtlich einer verringerten Schmerzintensität und erhöhten Lebensqualität. Die von den Autoren favorisierte myofasziale Therapie war zudem mit einer entspannenden Atemschulung verbunden, die offenbar zu den beachtlichen positiven Wirkungseffekten beitrug. Neuere Erkenntnisse von Prof. Mense (Heidelberg) und Prof. Langevin (University of Vermont) deuten auf eine faszial bedingte, schmerzgenerierende Komponente bei einer großen Zahl von Rückenschmerzpatienten hin. Diese neuen Erkenntnisse werden ganz sicher ein Highlight des kommenden „2nd Fascia Research Congress“ sein und zu weiteren intensiven Forschungen auf diesem Feld führen. Vor diesem Hintergrund dürfte die umfangreiche Studie von Vagedes & Gordon große Beachtung finden, nicht zuletzt, weil sie erstmals die überlegene Wirksamkeit einer modernen faszial orientierten Behandlungsmethode bei Rückenschmerz dokumentiert.“